Allgemeine Poesie

Dienstag, 6. Dezember 2011

Lied von Konstantin Wecker

Lass mich einfach nicht mehr los,
auch wenn rund um uns die Welt zerbricht.
Selbst wenn nicht mehr so viel für mich spricht -
lass mich einfach nicht mehr los.

Lass mich einfach nicht mehr los,
auch wenn über uns die Vögel ziehn
und in wärmere Gefilde fliehn.
Flieg nur mit, doch lass mich nicht mehr los.

Mag sein - ich will schon wieder viel zu viel.
Und du fragst zu Recht, was dir noch bliebe:
Nichts als diese unbedingte Liebe,
die vom Himmel auf uns beide fiel,

und die Hoffnung, dass sich dann und wann
dieser Zauber wiederfindet
und aus uns´rem Leben nie verschwindet,
was uns aneinander halten kann.

Halt mich fest, wenn ich dereinst verlern,
mich zu halten, wenn die Stürme toben.
Bleib mit mir verbunden und verwoben.
Halt mich fest, wenn ich es einst verlern.

Bleib bei mir, auch wenn du nicht mehr willst,
wenn dir meine Unzulänglichkeiten
aus den liebevollen Händen gleiten.
Bleib bei mir, wenn du mich nicht mehr willst.

Und mag sein - ich will schon wieder viel zu viel.
Und du fragst zu Recht, was dir noch bliebe:
Nichts als diese unbedingte Liebe,
die vom Himmel auf uns beide fiel,

und die Hoffnung, dass sich dann und wann
dieser Zauber wiederfindet
und aus uns´rem Leben nie verschwindet,
was uns aneinander halten kann.

Lass uns einfach nicht mehr los,
wenn die Zeiten uns auch auseinander treiben
und es schwerer wird, verständnisvoll zu bleiben.
Lass uns einfach nicht mehr los.

Lass uns einfach nicht mehr los.

Dienstag, 3. März 2009

Genesung

>>
Lange waren meine Augen müd'
Und vom Rauch der Städte bang verschleiert.
Nun erwacht ich schaudernd: Feste feiert
Jeder Baum und jeder Garten blüht.

Wieder wie ich eins als Knabe sah,
Seh ich fröhlich durch die sanften Weiten
Engel ihre weißen Flügel breiten
Und die Augen Gottes, blau und nah.
<< Hermann Hesse "Genesung"


Dieses Gedicht passt einfach viel zu gut zu diesem Tag.
Und wenn du mich dann noch mit meinem zweiten Namen ansprichst, als wolltest du sagen "Aber Wilhelminchen" und "natürlich denke ich an dich" Natürlich, natürlich, deine Gefühle sind so ewig und vorübergehend wie der Frühling, das ist, was ich liebe und was ich fürchte.

Blassgolden schimmerte das spätwinterliche Abendlicht über die klamme, grüne Wiese. Es war nicht einmal mehr ein letzter Versuch des Winters in der frischen Luft zu spüren - vielmehr schlich er sich langsam aus seinen Verstecken und noch immer flüieht die kühle Luft sich langsam und heimlich hinter die fahlen Wolken.
Er ist's! DICH hab ich vernommen.

Nur von dir will ich nicht genesen - wollt'es zwar lang, doch das ist vergangen - ich will dich fühlen wie die erste Sonne. Ach ach.
Aber Antonino!
Welch halbe Traumwelt - welch entzückend verrückende Realität sie vereinnahmt.

Frühling macht das Leben zuerst surreal.
Und dann endlich wieder wirklich real.
Zwischen den Bäumen funkelte fast gleißend mir das Sonnenlicht so verführerisch in die geblendeten Augen, dass ich blinzeln musste, um nicht zu stolpern.

Endlich bin ich zu Hause und gestehe mit letzten Kräften:
Es war ein guter Tag.

Dienstag, 24. Februar 2009

Mittelmäßiges Schulgedicht

kaffeesehnsucht
hitzekalt
plötzliche ruhe
ich fühle mich alt
die innere fremde
die zur äußersten wird
flackerndes licht
das um mich flirrt
ich hör auf zu sehen
und höre nichts mehr
der weg ging geradaus
jetzt geht er quer
die stumme verwirrung
die sprachlosigkeit
das kindliche suchen
nach sinn und zeit
einsam stehe ich neben mir
suche das warme gesicht
bin blind ist grell
und ich sehe mich nicht

Freitag, 13. Februar 2009

Klamme Kälte kriecht kühlend

Der Himmel schluchzt
die Gräue herab.
Wir weben in
wechselnden Farben: aschgrau,
schwarzgrau
an guten Tagen: weißgrau

Das Laub ist längt gefallen.

Es bleibt Nacht bis zum Sommer.

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