Zweifel

Mittwoch, 25. Oktober 2017

...

Ja mit letzten Kräften gestehe ich meine Kraftlosigkeit.

Ich möchte die Zusammenhänge erfassen
Ist es das Müssen, das Verschieben, das schwerfällige Klettern Schritt für Schritt, das mich so ermüdet und ermattet?
Sind diese äußeren Stressfaktoren die Ursache für meine Krankheit, der Grund für die etlichen ätzenden Liebessymptome? Das aussichtslose Fantasieren, das elende sehnsuchtsvoll vermeidende Sich-Verträumen in haltlosen Fiktionen? Die Erinnerung, die J. in mir erweckt hat, macht mich so wach, so empfänglich für diese Art Wahnsinn, derer ich an ihm Ziel und Zeuge wurde....
Dass ich jetzt in Kollegen heiße Dringlichkeiten ungewollt süß träume, an R. mich am liebsten unverschämt nah heran wagen würde, ausformuliere, was da ist.... und gleichzeitig kaum ertrage, das J. mir vielleicht genau jetzt schreibt, meine Nachricht liest, oder mit sich ringt, und so schwer atmet, wie er atmete, als er diese zwanzig Zentimeter neben mir ging und sein ganzer Körper und sein Geist mich besitzen wollten und er es nicht durfte. Und er sich entschuldigte dafür, das Wort Liebe zu verwenden.

Ich habe so etwas noch nicht erlebt. Ich bin so kraftlos, Wilhelm.

Seither gibt es so viele Momente, in denen ich nur noch so tue als hätte ich mein eigentliches Leben wieder aufgenommen.

Ob ich noch manchmal gerne daran denke, fragte er mich und ich schwieg zehn Tage lang. Und ohne zu antworten, schrieb ich nur, ich hätte etwas Distanz für gut gehalten. Welch eindeutige Aussage, die ja auch so wahr ist.

Aber wahr sind auch die letzten Minuten, welche Begründungsmuster man ihnen auch zugrunde legen mag - es liegt so viel Wahrheit darin, dass es wehtut.

Freitag, 22. April 2016

Verzicht

sometimes i could just break down
collapse

sink to the floor
with my back to the wall
slowly
lifting my hands to cover my fluid face
to hold it together
what falls apart

sometimes
small seconds that overcome me in moments of emptyness

fervor
ardor

passion

are just missing in my life

and the one i love in the way i could fuck him every day of the week
the one doesnt need them
fervor
ardor
passion

he can not even spell them
hes heard of them thats all
and he might believe, that they are minor parts of life
maybe you feel them once or twice every ten years. or in your whole life

well thats what hes like
i cant accuse him of just being who he is
of wanting what he wants
and not wanting what he doenst want
because that is basically not a choice




but what does all of that do to me
tell me william

how am i supposed to live next to this man
whom i love
who loves me

how should i keep them back for my entire life
the kisses
the slow kisses, the running hands all over his skin
his tongue in every corner of my body
the sincerity of the emotion
the need the urge
to hold him like the world is gonna stop tomorrow

to hold him strongly an firmly thinking about how much i love him
and how lucky we are to share this love
to trust
to believe in this love
the passion could overwhelm me
it could make me rawer and more naked than ive ever been




but the emotion, the need the lets forget about everything else...
the deep and inner and animal wish to fuck me...

no he doesnt have that



do i have to live without it forever?




thats when i sink down.
my life is the fullest it could be, and i am just happy
still: a life with renunciation.

Mittwoch, 18. Juni 2014

Damals

Klebende Grütze hab ich an den Fußsohlen
Bei jedem Schritt muss ich mich anstrengen, den am Boden klebenden Fuß wieder zu heben
Mühe und Schmerz


Ich erinnere mich noch
an das Fliegen über den grünen Weg, meine leichten Sommersandalen kennen nur die Sonne
und fliegen so leicht in den wärmenden Winden

Was ist passiert seither

Sind es nur die Schuhe

Oder hat sich die Welt um mich geändert

Welches ist mein heimliches Gepäck

Oder war es damals nur so,
dass Du es liebevoll und schwitzend,
neben mir hergetragen hast
?

Montag, 18. März 2013

Duftende Dornen

Jetzt besteht plötzlich diese winzige Verbindung zwischen uns.
Diese schmale Möglichkeit, ein geschriebenes Wort aneinander zu richten.

Ihn zu fragen, aus hilflosem Verlangen "Was machst Du so über die Ostertage?" Oder ein noch überflüssiges Erinnern daran "Vergiss nicht, für mich zu üben, bis wir uns wiedersehen"

Die Möglichkeit, tatsächlich, virtuell aber fassbar, Zeilen an ihn zu richten, die sein braun leuchtendes Auge dann nachfühlt und deren kopflosen Gehalt entziffert.

Meine Wangen sind abwechselnd rot und blass, obwohl er mich ja nicht sieht.
Mein Mund ist ganz trocken, obwohl ich ja nicht die Stimme heben muss.
Meine Finger zittern, obwohl ich weiß, dass ich keine Zeilen für ihn Tippen werde.

Und doch, und doch: die Zeilen, die ich mir hinter die Ohren schreibe, die Dinge, die ich mit geschlossenen Augen sehe und die haltlosen Lustversprechen, die ich ihm tonlos hinterherwispere... sind mein Brot und meine Luft, umgeben mich in beengter Heimlichkeit.
Wie Mäuse klettern sie an mir herum, ich bin stets bedacht, mich ordentlich bedeckt zu halten, dass keine der kleinen Wahrheitsfänger ans Licht krabbelt.

Was ist die Lösung für diese Lust, die so leicht mich beschwingt hat am Anfang und meine lahmen Flügel nun beschwert?

Wie kann ich meine müden Knochen forttragen von diesem Ort, an dem jeder Blick mich verbrennt?


Und an mir zehrt und zieht die kaum ermattende Kraft für dich... Wenigstens anstupsen möchte ich dich, wie ein Kaninchen mit flacher Nase und ganz bedeutungslos, ganz unverbindlich - aber wie soll ich noch irgendwie unverbindlich sein, wenn mein Blick dich schon in mein Gesicht einziehen lässt, wenn ich deine beiläufige offizielle Nähe schon so unübersehbar genüsslich schlürfe, wenn ich dich in deinem Angesicht nicht zu leugnen schaffe und mit aller in mir wohnenden Konsistenz versuche, dich nicht mit meinem ganzen Körper nachzuempfinden?

Wie zur Hölle komme ich raus aus diesem Labyrinth voller Sackgassen ohne irgendeine der duftenden Rosenhecken zu zerschneiden?

Freitag, 28. Dezember 2012

...

How can I possibly love him so much

after all these years

in the middle of the night - one of the rare nights i don't spend with him - i stay awake looking for old photographs of him, photographs that show how he was before he met me, what kind of women were around him, how his face and his hair changed etc.

How can I be in love with him - so deeply after all what we've been through..
What we've been through... i don't know whether it should make me love him even more or stop my love at all...

on the other hand:
how can the other - that dark eyed stranger - confuse me so much when he's around? so much that i could not forget him by now, though I didn't see him for I think three weeks or somethin... and won't see him vor another 4 weeks.
at least i know the calender pretty well when it comes to him.. i know when i see the guy again.
but who is that guy?

is he just a metaphor, just an expression for something happening anyways?
or is he not a symptom but the reason for the sudden sickness that grabs my heart when i think of him?
the stupid hours i spend on his facebook profile (which shows only one half-picture of him) without adding him-what do they mean?

there is a reason i don't add him. It would be some kind of commitment to him - some kind of giving up my secret struggle against these sweet feelings...

when i saw him the last time, there was a strange thought coming up in my mind: the wish to forget him was beaten by the fear that he might forget me - and the wish that he wouldn't forget me.





how bad can it get?

Montag, 22. März 2010

Zukunft. Liebe.

Wirst du mir noch meine Bildnisse buchstabieren?
Wirst du mich noch anschmunzeln, so boshaft und erregend?
Wirst du mich noch?
Und schlimmer: Werde ich?

Gedanken einer recht jungen Frau.

Was ist mit dem Sommer, in dem ich uns sterben sah.
Wenn seine heißen Strahlen sich auf uns herabsenken werden. Werde ich noch in deinem luftlosen Zimmer stöhnen und mich in deine Gebärden pressen? Werde ich noch deine Hautfalten zählen und abwägen gegen deine niedliche Nase? Werde ich noch lächeln, wenn du herzlich schluchzen musst? Werde ich noch meine Hände schlagen in dein Fleisch wie in frische Beute? Werde ich noch heiß sein, wenn ich an den Winter mit Dir denke, werde ich?

Es ist alles nicht schlimm, wenn es so ist, oder?

Warum mache ich mir dann diese Gedanken so mit schlechter Ungeduld und heimlicher Angst?

Es wäre doch gar nicht, schlimm, wenn es so wäre.

(Oder?)

Mittwoch, 9. September 2009

-..-..-

Hallo hier bin ich

ich bin eine aufgeblasene eifersüchtige Sms aber ich bitte um Verständnis dafür.

Du hast dich nicht gemeldet und ich hätte dich gebraucht, was ist los? Blablabla so einen Scheiß hab ich geschrieben ich fänd es nervig.

Ich komme mir bescheuert vor aber irgendwohin muss meine Enttäuschung ja.

Warum kann ich nicht mal sauer auf jemanden sein, ohne mich dabei dümmlich zu fühlen. Ich will immer jovial sein.
jaja, schlaf doch mit der, vögel sie windelweich, ich kann das verstehen, würde ich gerne sagen, ganz sanft.

Aber das wäre ja auch völlig plemplem.
Du hast doch angefangen mit der Treue.
Willst du mir jetzt was heimzahlen oder was.

Scheiße warum ist es so ätzend, dass dieser Abend so verläuft.
Wir sind uns sehr nah gekommen.
Es gibt nicht mehr diesen Freiraum "Es tut mir leid, es hat sich etwas in die Länge gezogen etc". Aus, Schluss, den gibts nicht mehr.
Ich will Fakten, Gründe, Erklärungen. Ich will einen devoten Tonfall und Glaubwürdigkeit, Reue blabla.

So seh ich das nicht ein. Auch wenn ihr nur was trinken ward blabla. Ich sehs nicht ein.

Und ich kann mich nicht leiden dafür.

Was willst du denn.

Ich bin drei Stunden durch die geliebte Stadt gelaufen.
Saß an den geliebten Plätzen.
Und in meiner schmerzlichsten Trauervertiefung schwebte ein sehr schöner junger Mann an mir vorüber, dessen Blick ich auffangen konnte. Ich hielt ihn fest er ließ ihn los ich ließ ihn ziehen.
Denn ich war traurig über dich, devot und einsam und wütend und wollte etwas lebendig halten, was für dich wohl im Koma liegt.

Jetzt erschauere ich in Angst. Bis auf besagte Sekunde habe ich immer nur Dich gesucht, bis auf den kurzen einen Blick, den ich weggeschwiegen habe.


Bringst du mich wirklich gerade dahin, mein Verhalten zu bereuen?

Meine Mutter spricht immer von Illusion....

Für wen hälst du dich....
Ich nehme die ganze Scheiße mit meiner Mutter etc auf die Schultern, mehr noch ich sau mich damit ein, ich lasse mich damit bewerfen, ich fresse die Scheiße nur für dich
dabei bin ich schöner als du
klüger
jünger haha und wie
in fast allem würden tausend Menschen mich dir bevorzugen, abgesehen von den Frauen die du bei deinem blöden präjudizierten Job um den Finger wickelst.

Und dann renne ich Stunden durch die Stadt nur um eine Überbrückung zu einem Treffen mit Dir zu arrangieren und da hast selbst bis jetzt immer noch nicht angerufen, bist um die Ecke mit einer alten Freundin etwas trinken und ich würde dir gerne deinen blöden spießigen Anzug vollkotzen, denn ich habe auf dem Heimweg von meiner Stadtwanderung dein Auto gesucht, dort, wo du erwähntest es parken zu wollen, es dort gefunden, zehn Minuten glücklich mich angelehnt. Dann war es fast 22h und ich habe dir diesen blöden Zettel unter die Scheibenwischer gelegt.

ICH LIEBE DICH

steht da

ich hätte auch schreiben können

ICH BIN BEKLOPPT MACH MIT MIR WAS DU WILLST

und ich hoffe du weißt, was das bedeutet.



In Liebe, Wilhelmina

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